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Erfolgsstory beim SC Hörstel geht weiter

Im Dezember 2018 erfolgte beim Sportclub Hörstel der Startschuss für das Projekt „Young Coaches Inklusion“. Seitdem trafen sich junge Spieler aus der Inklusionsmannschaft des Vereins zu ganztägigen Ausbildungseinheiten. Am Samstag stand der letzte Schulungstag in Hörstel auf dem Programm.

Der größte Teil der theoretischen und praktischen Lernarbeit ist für die zehn Jugendlichen und jungen Erwachsenen damit geschafft.

Als Dozenten waren hauptsächlich Ralf Stille und seine Tochter Lisa sowie Jochen Bockhöfer tätig. Regelkunde unterrichteten am Samstag Matthias Brüggemann, Schiedsrichter im Fußballkreis Tecklenburg und B-Lizenztrainer Marcel Grabow. Den Abschluss bildet Anfang Mai eine dreitägige Fahrt ins Schullandheim Märkischer Kreis auf der Insel Norderney. Dort kommen zusätzlich Besprechungen grundlegender Fragen zur Inklusion, über Aufsichtspflicht oder Gefahrenschutz auf den Stundenplan. Als Belohnung für die Anstrengungen der letzten Monate werden jedoch Spaß und Spiel nicht vergessen, stellten die Dozenten in Aussicht.

Trainerteam Inklussion
Ralf und Lisa Stille (vorn v. r.) haben das Projekt „Young Coaches Inklusion“ entwickelt, das junge Menschen mit Behinderungen auf eine Tätigkeit als Assistenztrainer vorbereitet. (Foto: Brigitte Striehn / IVZ)

Jannis (14) freut sich, dass er die Ausbildung als Coach machen kann. Er spielt als Stürmer in der Mannschaft. „Außerdem ist er Auswahlspieler für den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen FLVW“, ergänzt Ralf Stille. Jenny (20) ist seit 2011 Torwart. Sie steht lieber auf dem Platz, aber die Theorie hat sie auch geschafft. „Es war ganz schön schwierig“, stellte sie fest. Ralf und Lisa Stille hatten die Trainingseinheiten zu Hause vorbereitet. Am Samstagnachmittag ging es in die Halle - dann durften alle endlich wieder kicken.

Nach Abschluss des Lehrgangs sollen die Teilnehmer ihre Kenntnisse als Assistenztrainer in der Inklusionsmannschaft einbringen. Wer richtig fit ist, kann selbstständig Trainingseinheiten leiten und dabei Selbstsicherheit üben, betonte Ralf Stille. Als Fernziel sieht er einige Absolventen des Kurses als Co-Trainer in den Regelmannschaften. Er selbst trainiert schon seit 2011 die Inklusionsmannschaft - ein Vorbild im Kreis Steinfurt. Mit seiner Tochter Lisa (18), ebenfalls als Trainerin aktiv, hatte er im vorigen Jahr das Projekt „Young Coaches Inklusion“ ins Leben gerufen.

Unterstützung von „Aktion Mensch

Beide stehen mit Herzblut für die gemischten Teams als Trainer auf dem Platz. Sie vermitteln Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit oder ohne Behinderung das Einmaleins des Fußballspielens. Derzeit nehmen regelmäßig 40 Sportler zwischen sieben und 25 Jahren teil. Bis Ostern sind samstags ab 10 Uhr ein bis zwei Stunden Training in der Halle der Ludgerus-Schule angesetzt, nach den Ferien geht es freitags ab 16.30 Uhr ins Waldstadion. Da noch Turniere und Sonderaktivitäten geplant werden wollen, haben die Chefs einiges zu tun. Aber es macht Spaß, betonen sie. Im Umgang mit den Spielern, die unterschiedliche körperliche oder geistige Behinderungen aufweisen, seien vor allem Empathie, Verständnis und Rücksichtnahme notwendig, so Ralf Stille. Es gebe zwar Weiterbildungen, so beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen, doch vieles ergebe sich im Training mit den Spielern von selbst. Wer gern mitmachen möchte, bekommt Informationen bei Ralf Stille unter 05971-3207.

Für das Pilotprojekt „Young Coaches Inklusion“ hat Ralf Stille spezielle Lerneinheiten entwickelt, die inzwischen überregional Anerkennung finden. „Wir mussten zuerst schauen, wie das Konzept funktioniert“ so der Projektleiter. Der Verein bekommt Unterstützung von der „Aktion Mensch“ und der „Sepp-Herberger-Stiftung“.

Am 3. Dezember 2018 ging der „Sonderpreis Inklusion“ des Kinder- und Jugendsportpreises, verliehen vom Kreis Steinfurt in Kooperation mit dem Kreissportbund, nach Hörstel.


Ibbenbürener Volkszeitung, 12.03.2019
Brigitte Striehn (Autorin)
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